Januar 2020 * Projektreise nach Burkina Faso *

 Am 27.12.19 sind wir zusammen mit der Frauenärztin Dr. Eiman Tahir via Brüssel nach Burkina Faso aufgebrochen. Mit von der Partie waren: Karin Siegmann, 2. Vorsitzende von NALA e. V., die Physiotherapeutin Silvia Schroff, die Journalistin Nil Dagistan, Fadumo Korn 1. Vorsitzende NALA e.V. sowie Walter Korn für die Dokumentation.

Unmittelbar vor unserer Abreise wurde Burkina von einer Anschlagsserie mit mehr als 280 Opfern erschüttert. Dennoch sind wir, wenn auch mit etwas gemischten Gefühlen, aufgebrochen.

Gut so, denn wir wurden dringend gebraucht! Dr. Eiman Tahir hat 116 Frauen eingehend Gynäkologisch untersucht, sowie einige kleinere und auch größere Eingriffe vorgenommen. Fadumo Korn und Karin Siegmann haben die ganze Zeit assistiert, für Nichtmediziner eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir haben die Sicherheitsbedenken unserer Projektleiter vor Ort sehr ernst genommen und sind nicht in den unsicheren Norden des Landes aufgebrochen. Auch in und um der Hauptstadt Ouagadougou gab es mehr als genug zu tun und es hätte noch viel mehr sein können, aber unsere Zeit war begrenzt.

Aus Sicherheitsgründen sind wir immer nur zwei Tage an dem selben Ort tätig gewesen. An zwei Tagen konnten wir das NALA Haus in einen Vorort der Hauptstadt Ouagadougou in ein „Haus der Hoffnung“ verwandeln. Fließend Wasser, eine saubere Toilette sowie Solarstrom erleichterten das Arbeiten.

 

Nala Haus mit strom und fließend Wasser

 

Im Herbst dieses Jahres werden 150 bedürftigen Frauen ihre Parzellen auf dem zugehörigen Grundstück zugewiesen. Hier können sie dann für den Lebensunterhalt ihrer Familien sorgen und gleichzeitig im NALA Haus an Bildung und Aufklärung teilhaben.

 

fließend Wasser

 

Die Dankbarkeit der Menschen denen wir helfen konnten war überwältigend, aber natürlich konnte nicht allen Patientinnen geholfen werden, was uns immer sehr erschütterte.

Seit 9.1.2020 sind wir wieder zurück in Deutschland und schon beginnen die Planungen für die nächste Reise im Frühjahr 2021, wir hoffen, dass sich die Lage wieder stabilisiert und unsere Reise in den Norden dann nachholen können.

Fotos & Text: Walter Korn

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