Januar 2022 * Nala e.V. - Bildung statt Beschneidung - Unser Schulprojekt „Wend Songda“ in Ouagadougou, Burkina Faso *

 

Wend Songa Schulprojekt im Norden Burkina FasosDer ehemalige Sozialarbeiter Tassere Derra hat im Jahr 2014 den Schulkomplex inkl. Kindergarten „Wend Songda“ in Ouagadougou, Burkina Faso ins Leben gerufen. Mittlerweile sind sieben Jahre ins Land gegangen und wir von NALA e.V. haben der Schule im Rahmen einer Projektreise im November 2021 einen Besuch abgestattet, um uns ein genaueres Bild zu machen und zu schauen, wie wir als Nala unterstützen können.

Die Schule hatte sich prächtig entwickelt und somit waren wir schnell von der Idee überzeugt, mitten in einem Slumgebiet Zugang zu solch einer Bildungseinrichtung zu ermöglichen und unserem Leitsatz „Bildung statt Beschneidung“ nachzugehen.

In der Wend Songda Schule wird nicht nur den Kindern vor Ort die Möglichkeit geboten, zur Schule zu gehen, sondern auch Flüchtlingskindern, die durch Unruhen im Norden des Landes nach Ouagadougou kommen.
Leider werden jedoch keine staatlichen Mittel zur Verfügung gestellt und viele können sich den Besuch einer Schule finanziell nicht leisten.

Damit die Kinder eine Motivation haben, in den Kindergarten und in die Schule zu gehen und Zugang zu Bildung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu zählen: Mittagessen für 102 Kinder, hier liegen wir bei 3.500 Euro pro Jahr.

Eine vernünftige Wasserversorgung, um die hygienischen Zustände zu verbessern, kostet nochmals 13.000 Euro.

Schulmaterialien schlagen mit ca. 5.000 Euro zu buche.

Aufklärung zum Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ war bis dato nicht Teil des Unterrichts – das möchten wir ändern!

Wir sind von der Nachhaltigkeit des Projekts überzeugt und möchten Mädchen und junge Frauen dabei unterstützen, Zugang zu Bildung zu erhalten und über FGM (Female Genital Mutilation) aufgeklärt zu werden sowie auch Lehrkörper für das Thema zu sensibilisieren.

Daher möchten wir 10 Animatricen (LehrerInnen und ErzieherInnen) vor Ort regelmäßig schulen und das Fach „Gesundheit“ eingliedern, um v.a. die Kinder für die weibliche Genitalverstümmelung zu sensibilisieren, aufzuklären und FGM aktiv im Unterricht zu thematisieren.

Ein weiteres Ziel ist es, auch die Eltern über weibliche Genitalverstümmelung aufzuklären und dafür zu sensibilisieren. z.B. im Zuge eines „Tag der offenen Tür“.

Des Weiteren wollen wir entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen sowie für eine ausreichende Wasser- und Essensversorgung sorgen.

In Tassere Derra haben wir hier einen sehr engagierten Kooperationspartner gefunden, der uns regelmäßig auf dem Laufenden hält und fleißig mit Bildern versorgt.

 

Fotos: Walter Korn